IAA 2017: Eine Industrie erfindet sich neu.

Selten war die traditionsreiche IAA in Frankfurt so spannend wie in diesem Jahr. Die Themen sind nicht neu: e-Mobility, Digitalisierung, neue Antriebe - alle diese Themen sind seit Jahren auf der IAA zu finden. Der Unterschied ist: jetzt wird es ernst. 


Auf der IAA 2015 - nur wenige Tage vor dem Bekanntwerden der Irreführungen zu den Abgas-Angaben - sagte die Kanzlerin: 

 

"In den kommenden 10 Jahren wird sich entscheiden, ob die deutsche Erfolgsgeschichte des Autos weitere 125 Jahre fortgeschrieben wird."

 

Sie hatte damit Recht und Unrecht zugleich.

 

Die Kanzlerin hatte Recht, weil sich Erfolg nicht automatisch fortschreibt, und sei die Tradition noch so lang. Die Welt verändert sich rasant, und mit ihr die komplexen Anforderungen an Mobilität. Die Werte und Maßstäbe, die die deutsche Autoindustrie groß gemacht haben, müssen nicht auf ewig gelten.

Und die Kanzlerin hatte Unrecht, weil der deutschen Autoindustrie die Zeit davonläuft. Sie wird keine 10 Jahre Zeit haben, um sich neu auszurichten und neu zu sortieren. Sie muss jetzt umdenken und möglichst schnell handeln. 

 

"Zukunft erleben" - so das etwas nichtssagende Motto der IAA 2017. Das wurde oft versprochen. Man wird mit Interesse verfolgen, was die automobile Industrie in der Frankfurter Gegenwart zu bieten hat.

 

Wie schon in 2015 wird die IAA auch in 2017 mit der Plattform 'New Mobility World'  ein Forum bieten, auf dem produktübergreifend Themen behandelt werden, die die automobile Gesellschaft schon jetzt "bewegen".


"New Mobility World"  hat immerhin eine ganze Halle auf der Messe zur Verfügung. Eigentlich ein bisschen wenig gemessen daran,wie sehr Themen wiee-mobility, aternative Antriebe, autonomes Fahren, Connectivity und Sharing-Themen schon jetzt den Diskurs bestimmen. Vielleicht würde es nicht nur der Autoindustrie,sondern auch einer Messe wie der IAA ganz gut tun, sich neu auszurichten und neu zu sortieren.

 

Wir werden sehen - und wie immer in Wort und Bild ausführlich berichten.