Tatort Messe: Roter Teppich und Marken-Bühne

Messen liefern für Marken nicht nur Neugeschäfts- und Kundenbindungschancen, sondern sie sind immer auch ein field of competition, auf dem sich die Marken mit dem Wettbewerb messen müssen.

Messen sind also immer auch eine Standortbestimmung für die Marke. In unserer schnelllebigen Zeit, in der medial alles in stetigem Fluss ist, eine gute Gelegenheit zu einem freeze: Marken einer Branche präsentieren sich in einer kurzen Zeitphase parallel an einem konkreten Ort.

 

Ob es Marken gelingt, das Publikum zu faszinieren und zu involvieren und aus dem Messegetümmel herauszuragen ist nicht primär eine Frage der Standgröße. Auch auf kleinem Raum kann sich Marken-Faszination entwickeln, sogar eine ‚wahre Liebe‘ zwischen Marke und Mensch.

Ob es einem Messeauftritt gelingt, Menschen für sich zu vereinnahmen, ist vielmehr eine Frage des Marken-Selbstverständnisses und des Marken-Selbstbewusstsein, eine Frage der Inszenierungskunst, der Kreativität, der Liebe zum Detail und dem Gespür für das, was die Besucher bewegt.

 

Die großen Messen werden meist begleitet von hohem medialen Interesse, haben also immer auch Multiplikatoren-Effekte für die Marken-Performance.  Und viele Marken nutzen ihre Messe-Inszenierungen, um darüber proaktiv auf ihrer Homepage, in Foren, auf social-media-Plattformen, auf Youtube usw. zu berichten.

Unserer Beobachtung nach gibt es aber noch erhebliches Ausbau-Potenzial zur kommunikativen medialen Verwertung von Messe-Auftritten und Events. Die vergleichsweise hohen Investitionen in Live-Kommunikation könnten dadurch deutlich relativiert werden.